
Die Peritonealdialyse ist ein Selbstbehandlungsverfahren, was dem gut geschulten Patienten mit einer schweren Erkrankung, der Nierenschwäche, eine deutlich grössere Freiheit gibt. Gleichzeitig wird die Verantwortung für sich und seine Gesundheit vom Patienten aktiv mitgetragen, was er als Chance wie als Verpflichtung erleben kann
Daher informieren
wir Sie ausführlich in einem persönlichen Gespräch über
alle Vor- und Nachteile dieses Nierenersatztherapie-Verfahrens. In unregelmässigen
Abständen bieten wir in unseren Schulungsräumen eine allgemein gehaltene
Informationsveranstaltung zum Thema "Peritonealdialyse" an. ![]()
Unser Team berät Sie hier ausführlich und informiert Sie über alles, was Sie wissen möchten. Wir stellen auch den Kontakt zu Patienten her, die bereits erfolgreich diese Behandlung durchführen. Wir organisieren selbstverständlich alles, was Sie brauchen, einschließlich des Operationstermins für die Katheter-Einpflanzung. Doch dann geht es erst richtig los: Sie werden durch unsere erfahrenen Krankenschwestern ausführlich geschult und schrittweise an die Selbstbehandlung herangeführt. Wir sind für Sie da.
Wie
geht nun die Peritonealdialyse vor sich? Ein dünner Plastikschlauch (Katheter)
wird im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffes in die Bauchhöhle gepflanzt
(implantiert).
Dieser Katheter
bleibt dann dauerhaft im Bauchraum. Über diesen Katheter lässt der
entsprechend geschulte Patient dann mindestens viermal täglich Dialyseflüssigkeit
in den Bauchraum
einlaufen. Diese verbleibt dann einige Stunden im Bauchraum.
Im
Rahmen des nächsten Wechsels findet dann der Auslauf des mit Giftstoffen
angereicherten Dialysats statt, um dann gleich wieder mit frischer Flüssigkeit
ausgetauscht zu werden.
In einigen Fällen kann man diesen Flüssigkeitswechsel durch den Einsatz
eines Apparates (Cycler), der überwiegend nachts benutzt wird, ersetzen.
Das umfangreiche Training beinhaltet auch Besuche zuhause, damit der Patient
auch unter häuslichen Bedingungen jederzeit zurechtkommt. Wir trainieren
den Beutelwechsel gerade oben auf dem Bild.
Der
Katheter selbst verlässt am sogenannten "Exit Site" (rechtesFoto)
den Bauchraum. Diese Stelle muss entsprechend gepflegt werden, was für
den geübten Patienten kein Problem darstellt, da er hierfür gut geschult
wurde. Ausserdem hat er jederzeit die Unterstützung unserer entsprechend
ausgebildeten Pflegekräfte und Ärzte, wenn es einmal ein Problem gibt.
Übrigens: schwimmen gehen oder duschen sind keine Probleme dieser Art...
Doch was ist das für eine Flüssigkeit, die dort getauscht wird? Die frische Dialyseflüssigkeit ist selbstverständlich steril. Sie wird in regelmässigen Abständen dem Patienten nach Hause geliefert, kommt also "frei Haus". Natürlich sorgen wir auch dafür, dass die Lieferungen den Patienten auch an den Urlaubsort begleiten. Und das verbrauchte Dialysat kann man gleich in das Abwassersystem leiten. Alles andere bekommen die Patienten ebenfalls gestellt: Desinfektionsmittel, Verbandsmittel, Hilfsmittel, also alles, was sie brauchen.
Das
erfolgreiche Training für die Selbstbehandlungsmethode (siehe Foto rechts)
wird von unserern erfahrenen Pflegekräften durchgeführt. Somit ist
der Patient rasch selbständig.
Dennoch sehen wir unsere Patienten zu regelmässigen Besuchen in unserer
Einrichtung, um mögliche Probleme zu besprechen, Kontrolluntersuchungen
durchzuführen und darauf zu achten, was wir für das wichtigste halten:
dass es unseren Patienten gut geht.
Dabei
führen wir auch die regelmäßig empfohlenen
Systemwechsel durch (siehe Foto rechts).
letzte Aktualisierung 24.07.2008
| Die Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse) |